Your Browser Does Not Support JavaScript. Please Update Your Browser and reload page. Have a nice day! Gesundheit & Wellness: LLM-Branchen-Benchmark 2026
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02.10.2026

LLM-Branchenbenchmark 2026: Welche Quellen prägen KI-Antworten zu Gesundheit & Wellness?

KI-Assistenten wie ChatGPT, Gemini und Google AI Overviews beantworten Fragen rund um Gesundheit und Wellness immer häufiger, bevor jemand eine Website besucht. Welche Marken genannt werden und auf welche Quellen sich die Antworten stützen, ist für Anbieter der Branche deshalb eine relevante Frage. Peak Ace hat dazu 1.000 standardisierte Prompts aus zehn Branchen analysiert. Dieser Artikel stellt die Ergebnisse für Health & Wellness vor und ordnet sie methodisch ein.

Hinweis: Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem LLM-Branchenbenchmark. Die vollständigen Analysen, einschließlich der Ergebnisse für jede Branche, finden sich im Benchmark selbst.

Auf einen Blick:

  • In unserem Benchmark führen Artikel den Quellenmix für Health & Wellness bei Empfehlungen, Vergleichen und Ratgeberfragen an.
  • Bei Preisen und Bezugsquellen kommen Kategorieseiten zuerst.
  • Über alle zehn Branchen hinweg dominieren Vergleichsformate drei von vier Suchintentionen.
  • Alle Ergebnisse beziehen sich auf dieses Prompt-Set, diesen Zeitraum und dieses Setup.

 

Methodik und Datenbasis

Die Auswertung beruht auf einem klar definierten Datenkorpus. Die folgenden Abschnitte beschreiben dessen Aufbau und die daraus abgeleiteten Kennzahlen.

Prompt-Set und Aufbau. Das Prompt-Set umfasst 1.000 standardisierte Prompts aus der Phase kurz vor der Kaufentscheidung („Bottom of the Funnel“), mit je 100 kommerziell relevanten Prompts pro Branche, verteilt auf zehn Themencluster. Die Prompts sind markenneutral und auf Kaufentscheidungen ausgerichtet, also auf Fragen, die Menschen kurz vor einem Kauf oder einer Buchung stellen.

Suchintention. Jede Branche deckt vier Suchintentionen ab, mit je 25 Prompts pro Intention:

  • Best/Top/Test-Sieger: Empfehlungsfragen, etwa „Welches Produkt ist das beste für …?“
  • Vergleiche: Gegenüberstellungen, etwa „Was ist besser, A oder B?“
  • Preise/Wo kaufen: Fragen nach Kosten und Bezugsquellen, etwa „Wo kann ich … kaufen und vergleichen?“
  • Kriterien/Beratung: Fragen nach Auswahlkriterien, etwa „Worauf sollte ich achten, wenn ich … auswähle?“

 

Markt, Sprache und Zeitraum: Die Prompts sind auf Deutsch verfasst und auf den deutschen Markt ausgerichtet. Die Antworten wurden im August 2026 ausgewertet.

Systeme und Wiederholungen: Beobachtet wurden Gemini, ChatGPT und Google AI Overviews. Jeder Prompt wurde 15-mal ausgeführt, je fünfmal pro System. Einzelne Antworten gelten als Stichproben, was eine bessere Einordnung von Schwankungen ermöglicht.

Daten und Kennzahlen: Die Daten stammen aus Exporten von Peec AI. Pro Branche wurden 50 Marken beobachtet; der Bericht konzentriert sich auf die 20 sichtbarsten Marken. Sichtbarkeit beschreibt, wie häufig eine Entität in den Antworten erscheint. Der Share of Voice (SOV) beschreibt ihren Anteil an allen Nennungen im beobachteten Datensatz. Das Sentiment bewertet den Tonfall der Antworten auf einer Skala von 0 bis 100.

 

Suchintentionen und Quellenmuster

Die Suchintention scheint zu beeinflussen, welche Art von Quelle eine Antwort prägt. Je nach Branche zeigen sich unterschiedliche Muster.

Health & Wellness: Bei Empfehlungen, Vergleichen und Ratgeberfragen scheinen Artikel zu dominieren. Bei Preisen und Bezugsquellen sind Kategorieseiten stärker vertreten, gefolgt von Startseiten.

Branchenübergreifende Sicht: Über alle zehn Branchen hinweg führen bei Empfehlungen und Vergleichen Vergleichsseiten. Die Branche weicht damit vom branchenübergreifenden Muster ab.

Die Branche dient daher vor allem als Ausgangspunkt. Entscheidend ist, zu erkennen, welche Quellentypen für welche Suchintention im eigenen Produkt- und Dienstleistungsbereich relevant sind.

Branchenübergreifend zeigt sich bei den am häufigsten abgerufenen Quellentypen je Intention folgendes Bild:

Intention Führende Quellentypen und Anteil am Abruf in Prozent (branchenübergreifend, absteigend)
Best/Top/Test-Sieger Vergleich 28,31; Listicle 14,99; Produktseite 12,75; Item 9,47
Vergleiche Vergleich 32,65; Item 16,06; Produktseite 10,46; Sonstiges 9,45
Kriterien/Beratung How-to-Guide 22,33; Artikel 19,82; Sonstiges 12,20; Vergleich 12,03
Preise/Wo kaufen Vergleich 22,64; Produktseite 14,57; Kategorieseite 12,35; How-to-Guide 10,96

Diese Zahlen sind aggregiert und beziehen sich nicht auf eine einzelne Branche. „Sonstiges“ ist eine Restkategorie und kein konkretes Format. Abruf bedeutet, dass eine Quelle aufgerufen wurde. Das heißt nicht automatisch, dass sie zitiert wird oder die Marke in der finalen Antwort erscheint.

In den Daten fallen drei Muster auf:

  • Vergleiche führen bei drei von vier Suchintentionen, einschließlich Empfehlungs- und Referenzfragen.
  • Beratung verändert den Mix. How-to-Guides machen bei Kriterienfragen 22,33 Prozent des Abrufs aus, bei Empfehlungen sind es 5,81 Prozent.
  • Das Muster ist nicht universell. Im Bereich Media & Publishing führen Vergleiche alle vier Intentionslisten an. Im Bereich Health & Wellness führen Artikel bei drei Intentionen.

 

KI-Sichtbarkeit im Fokus

Ein Durchschnittswert zeigt nicht, ob sich Nennungen auf viele Marken verteilen oder auf wenige konzentrieren. Die Analyse betrachtet deshalb zwei Kennzahlen innerhalb der Top 20 einer Branche, beide auf Basis der auf 100 Prozent normierten SOV-Anteile: den HHI, der die Konzentration der SOV-Anteile beschreibt, und den Top-3-Anteil, also den kombinierten Anteil der drei größten Beiträge.

Branche HHI Top-3-Anteil in Prozent
Telekommunikation 1.462 63
Marketing & Advertising 1.200 51
Health & Wellness 1.132 50
SaaS & Technology 548 24

Im Bereich Health & Wellness entfällt die Hälfte des normierten SOV der Top 20 auf drei Entitäten. Diese Werte deuten auf unterschiedliche Verteilungen von Nennungen hin, nicht zwingend auf unterschiedliche Marktchancen. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Sichtbarkeit über alle zehn Branchen liegt bei 6,94 Prozent, der durchschnittliche SOV bei 3,72 Prozent und das durchschnittliche Sentiment bei 54,58. Health & Wellness erreicht 3,55 Prozent, 3,80 Prozent beziehungsweise 51,6.

Konzentrationswerte zeigen, wie Nennungen verteilt sind, aber nicht, warum eine bestimmte Entität erscheint. Dafür lohnt ein Blick auf die Fragen und Seiten, die hinter den eigenen Ergebnissen stehen.

 

Was das für SEO-Teams und Marketer bedeutet

Je nach Intention und Branche stützen sich Antworten auf unterschiedliche Quellentypen. Ziel ist nicht, überall sichtbar zu sein, was praktisch kaum möglich ist. Ziel ist es zu verstehen, was Sie anbieten und welche Fragen Sie gut beantworten. Unsere Ergebnisse legen folgende Prioritäten nahe:

  • Antworttypen getrennt behandeln. Ein Vergleich sollte Alternativen sowie Vor- und Nachteile erklären. Ein Ratgeber sollte Kriterien verdeutlichen oder bei einer Aufgabe unterstützen. Ein allgemeiner Artikel erfüllt selten beide Aufgaben gleich gut.
  • Preise und Konditionen konsistent halten. Produktinformationen, Preise und Bedingungen sollten auf der eigenen Website und in relevanten Vergleichen übereinstimmen. Veraltete oder widersprüchliche Angaben erhöhen das Risiko falscher Aussagen in generierten Antworten.
  • Kriterien erklären und mit Angeboten verknüpfen. Artikel und How-to-Guides dominieren Beratungsfragen. Erklären Sie Auswahlkriterien klar und verknüpfen Sie sie mit passenden Angeboten, damit Beratung und Angebot nicht auseinanderlaufen. Bei Gesundheitsinhalten bleiben Genauigkeit und Evidenzstandards unverzichtbar.
  • Digital PR priorisieren. Identifizieren Sie je Intention die wichtigsten Drittquellen und prüfen Sie, was sie über Ihre Produkte sagen. Nicht jede Publikation ist gleich relevant, und die Einordnung einer Quelle sagt nichts darüber aus, ob ein Beitrag unabhängig oder verlässlich ist.
  • SEO-Hausaufgaben nicht vergessen. Zentrale Inhalte sollten zugänglich, klar strukturiert und leicht navigierbar sein. Das ist eine Voraussetzung für den Informationszugang, aber keine Garantie für Empfehlungen.
  • Monitoring als dauerhafte Aufgabe begreifen. Markennennungen und abgerufene Quellen lassen sich getrennt beobachten, idealerweise mit einem konsistenten Prompt-Set. Die Auswertung nach Kategorie, Intention und System ergänzt klassische Such- und Conversion-Kennzahlen.

 

Grenzen der Aussagekraft

Die Ergebnisse gelten nur für dieses Prompt-Set, diesen Zeitraum und dieses Setup. Sie bilden keine vollständige Messung der Sichtbarkeit einer Branche oder Marke in KI-Systemen ab. Zu beachten ist insbesondere Folgendes:

  • Das Prompt-Set prägt das Ergebnis. Andere Fragen oder Formulierungen können zu anderen Antworten führen.
  • Drei Systeme sind nicht ein System. Gemini, ChatGPT und Google AI Overviews lassen sich nicht einfach gleichsetzen.
  • Wissen und Suche sind nicht getrennt. Aus dem Quellenmix lassen sich deshalb keine kausalen Mechanismen ableiten.
  • Der Benchmark bewertet nicht die medizinische Qualität, Sicherheit oder Eignung eines Produkts oder Anbieters. Das Sentiment beschreibt den Tonfall der Antworten, nicht die Kundenzufriedenheit.

 

Den vollständigen Benchmark lesen

Dieser Artikel ist ein Auszug. Der vollständige LLM-Branchenbenchmark enthält den Quellenmix für alle zehn Branchen und alle vier Intentionstypen, Sichtbarkeit, SOV und Sentiment je Branche, Konzentrationskennzahlen, die führenden Entitäten je Branche sowie die vollständige Methodik.

Laden Sie den vollständigen LLM-Branchenbenchmark herunter.

 

FAQ: KI-Sichtbarkeit, Benchmarks und GEO

Was misst der LLM-Branchenbenchmark?

Er erfasst Sichtbarkeit, SOV, Sentiment, Konzentration und Abrufmuster für ein definiertes Prompt-Set, einen Markt und einen Zeitraum, aggregiert über Gemini, ChatGPT und Google AI Overviews.

Auf welche Quellen greifen LLMs bei Fragen zu Gesundheit und Wellness zurück?

In unserem Benchmark führen Artikel bei Empfehlungs-, Vergleichs- und Beratungsfragen, während Kategorieseiten bei Preisfragen vorne liegen. Dies gilt nur für das untersuchte Prompt-Set und den Zeitraum.

Hängt die KI-Sichtbarkeit allein von der eigenen Website ab?

Nein. Vergleiche, Artikel, Ratgeber und andere Formate von Drittanbietern spielen eine wichtige Rolle. Es lohnt sich, konkrete URLs zu prüfen und eigene Inhalte von relevanten Drittquellen zu trennen.

Ist Abruf dasselbe wie eine Zitation?

Nein. Abruf bedeutet, dass eine Quelle aufgerufen wurde. Das heißt nicht automatisch, dass die Quelle zitiert oder die Marke genannt wird.

Wie lässt sich prüfen, ob Maßnahmen wirken?

In drei Schritten: ein Quellen- und Inhaltsaudit, eine Prüfung der Aktualität und Konsistenz von Informationen sowie eine erneute Messung mit denselben Testfragen unter gleichen Bedingungen.

Lucas

ist Marketing- und Kommunikationsmanager bei Peak Ace. Er kam 2025 zum Unternehmen. Wenn er nicht für unseren Blog schreibt, beschäftigt sich Lucas gerne mit Literatur, verfasst Kurzgeschichten und widmet sich hin und wieder auch der Vogelbeobachtung.