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Recap: AllFacebook Marketing Conference Berlin 2020

Ach, Konferenzen, wie haben wir sie vermisst! Wir wissen, was ihr jetzt denkt: Eine Konferenz, die im Real Life stattfindet? Mit Menschen, die zusammen in geschlossenen Räumen sitzen? Doch die Organisatoren der AllFacebook Marketing Conference 2020 waren auf ihre Aufgabe in Berlin bestens vorbereitet – sie hatten bereits Anfang September die Erfahrung gemacht, unter den aktuellen Social-Distance-Vorgaben eine erfolgreiche Konferenz zu veranstalten.

Am 12. Oktober war es dann endlich so weit und mit einer geringeren Anzahl an Gästen als sonst – wir waren sehr froh, dass wir dabei sein konnten! – startete die AFBMC 2020 schließlich im Berliner Congress Center. Unsere Eindrücke der Veranstaltung sowie die wichtigsten Takeaways der einzelnen Vorträge fassen wir euch im Folgenden zusammen.

Socially distant but together

Mit Desinfektionsmittel überall und Sitzplätzen, in sicherer Entfernung zueinander, waren wir bereit, an unserer ersten Konferenz seit Beginn der „neuen Normalität“ teilzunehmen.

Und das war auch das Thema der ersten Session: „The New Normal in Social Media“. Speakerin Eva Reitenbach (Managerin von Oddity Jungle) sprach darüber, wie sich die Pandemie auf uns und unser Publikum beim Konsum sozialer Medien auswirkt. Einige wichtige von ihr angesprochene Veränderungen findet ihr hier im Überblick:

  1. Die Nutzung sozialer Medien nimmt weltweit zu: An einigen Orten mehr als an anderen, auf einigen Plattformen mehr als auf anderen, aber insgesamt verbringen wir mehr Zeit mit sozialen Medien. An einigen Orten gab es sogar einen Anstieg von bis zu 50 %, sodass es wichtiger denn je ist, auffällige Werbung zu liefern und Werbemüdigkeit zu vermeiden;
  2. Soziale Medien werden zunehmend zu einer Plattform, um sich zu informieren: Soziale Medien sind nicht mehr nur ein Ort, an dem man einfach nur Zeit verbringen, Spaß haben und Bilder austauschen kann, sondern eine Plattform, auf der man sich informieren und Ressourcen zu aktuellen Themen austauschen kann. Ein Beispiel hierfür ist die #blacklivesmatter-Bewegung. Folglich sollten Anzeigen und Inhalte relevant sein und den Zeitgeist ansprechen.
  3. Wir lassen unsere Masken leichter fallen: Von TikTok-Tänzen in unordentlichen Räumen bis hin zu dunklen Ringen unter unseren Augen bei Zoom-Aufrufen – die sozialen Medien verwandeln sich von einer Plattform, auf der man sein „poliertes Selbst“ zeigen kann, in einen Ort, an dem Menschen sich wohlfühlen und sich authentisch präsentieren. Unordentlich, unpoliert und echt werden besser angenommen als perfekt.
  4. Mehr Senioren sind in sozialen Medien präsent: Obwohl vielleicht nicht alle von ihnen bereits ein Konto eingerichtet haben, sind sie in den erstellten Inhalten zu sehen, wie z. B. bei TikTok-Tänzen. Dies ist eine Art der Nutzungssteigerung, die in den Berichten nicht zu sehen ist, die aber bei der Kommunikation mit dem Publikum und bei der Zielgruppenansprache im Auge behalten werden sollte.

Ein wichtiger Aspekt ist laut der Speakerin, dass es sich dabei noch nicht um „das neue Normal“, sondern um das „Dazwischen“ handelt. Angesichts einer zweiten Welle von Infektionen und einer schwer vorhersehbaren Entwicklung der Situation fühlen wir uns alle ein wenig BANI, sagte sie: brittle (verletzbar), anxious (ängstlich), mit unserem Alltag, der jetzt non-linear (nichtlinear) ist (wir sind nicht sicher, was als nächstes kommt) und incomprehensible (unverständlich) zu sein scheint.

Wie können wir also auf BANI reagieren? Die Antwort: No bullshit. Versucht nicht, “perfekt” zu verkaufen, und versucht nicht, einfach nur zu verkaufen. Kümmert euch stattdessen um die Dinge, die euren Zielgruppen wichtig sind, und, was am wichtigsten ist, kümmert euch um sie. Konzentriert euch auf relevante, transparente No-Nonesense-Inhalte, die Zusammengehörigkeit, Empathie und Gleichgewicht fördern.

Über 20 weitere Vorträge standen auf der AFBMC 2020 zur Wahl, die gleichzeitig in zwei verschiedenen Räumen stattfanden. Über zwei dieser Sessions möchten wir euch im Folgenden berichten und die wichtigsten Takeaways mit euch teilen.

Shop, Shoppen, Instagram Shopping

Speaker: Daniel Levitan, adslab

In der gleichen Weise wie die Muttergesellschaft Facebook, hat auch Instagram bereits begonnen, weitere E-Commerce-Funktionen in seiner App einzuführen. Hier sind einige der wichtigsten, die demnächst auch auf dem deutschen Markt verfügbar sein werden:

  • Instagram Shop

Diese Funktion ist bereits für einige Einzelhändler außerhalb der USA verfügbar und ermöglicht es, direkt in der App einen Onlineshop einzurichten.

  • Produkteinführungen

Mit dieser neuen Funktion könnt ihr ankündigen, wann ein bestimmtes Produkt in eurem Shop erhältlich sein wird. Der Benutzer kann bereits seine bevorzugte Größe und Farbe auswählen und erhält eine Benachrichtigung, sobald das Produkt verfügbar ist.

  • Instagram Checkout

Kunden müssen nicht mehr zum Einkaufen auf eine Website umgeleitet werden, sondern können Einkäufe direkt auf Instagram abschließen. Allerdings gibt es hier auch ein paar Nachteile: Facebook wird nun das Netzwerk sein, das die User Journey gestaltet – sie werden für jeden getätigten Kauf eine Gebühr erheben und die Anbieter werden nur grundlegende Kundeninformationen erhalten. Schließlich wird es kein Opt-in für E-Mail-Marketing geben.

  • Plattformübergreifende Benachrichtigungen

Kunden wird es möglich sein, Benachrichtigungen über den Lieferstatus über WhatsApp oder den Facebook Messenger zu erhalten.

  • Markierung von Produkten im Livestream
  • Markierung einzelner Produkte in den Bildunterschriften

Facebook macht weiterhin große Fortschritte im E-Commerce und es wird sehr interessant sein zu sehen, wie die E-Commerce-Giganten auf diese neuen Entwicklungen reagieren werden.

Wie du das meiste aus Campaign Budget Optimization herausholst

Speaker: Dennis Fäckeler, Userlutions & Rapidusertests

Als Teil von PowerFive ist die Budgetoptimierung eine Funktion zur Automatisierung der Geldzuweisung auf Kampagnen- oder Ad-Set-Ebene. Damit das Feature funktioniert, müsst ihr das Targeting eingerichtet haben, bisher mindestens 50 Conversions erzielt haben und dem Algorithmus zwei bis drei Tage für die Lernphase geben, bevor ihr Änderungen an den Anzeigen vornehmt.

Seit ihrer Einführung ist die Budget-Optimierung sehr leistungsfähig geworden und weist inzwischen eine Reihe von Vorteilen auf:

  • Weniger Publikumsüberlappungen
  • Ständige Optimierung
  • Geringere Kosten
  • Schnellere Skalierung
  • Eingesparte Zeit

Hier sind einige bewährte Praktiken, die Fäckeler empfiehlt, wenn man sich für CBO entscheidet:

  • Größe und Art des Publikums: Setzt maximal drei bis fünf ähnliche Zielgruppen ein und strukturiert eure Kampagnen nach den Funnel-Ebenen. Mischt eure kundenspezifischen und potenziellen Zielgruppen nicht durcheinander und gruppiert Zielgruppen mit ähnlicher Größe
  • Budget: Dies mag selbsterklärend erscheinen, doch je mehr Anzeigensätze ihr habt, desto mehr Budget werdet ihr brauchen. Versucht eure Kampagnenstruktur zu vereinfachen, damit ihr jedem Set genügend Geld zuweisen könnt, damit es richtig funktioniert.
  • Dauer – nehmt mindestens zwei bis drei Tage lang keine Änderungen vor.
  • Bietstrategie – mit den niedrigsten Kosten während der Lernphase beginnen und danach anpassen
  • Platzierung – beginnt mit automatischen Platzierungen
  • Ergebnisse auf Kampagnenebene auswerten
  • Optimiert eure gesamte Kampagne entsprechend den Ergebnissen auf Anzeigensatzebene.

Takeaways weiterer Vorträge

Visual Storytelling – Wie falle ich mit meinen Inhalten positive auf?

Speaker: Svenja Walter, waltermedia.com

Anhand einiger Fallbeispiele verdeutlichte Svenja Walter, dass die Kommunikation über soziale Medien innovativ und authentisch sein sollte und plädierte dafür, bewegte Bilder in die Corporate Identity von Unternehmen aufzunehmen. Mithilfe von Fallstudien zeigte sie auf, wie die XR-Features von Instagram genutzt werden können, um auf einzigartige Weise zu kommunizieren.

Bei der Erstellung einer Kampagne sind die Planung und Forschung von zentraler Bedeutung. Erstellt ein Skript und ein Storyboard, um eine kohärente Botschaft zu übermitteln und lernt von dem, was andere tun. Analysiert nicht nur die Strategien eurer Konkurrenten, sondern auch, was die Menschen in anderen Branchen tun.

Performance Boost: Instagram Ads

Speaker: Lena Gmeiner, Voggs Media

Lena Gmeinder von Vogg Media unterstrich die Bedeutung eindrucksvoller visueller Medien und empfiehlt auszuprobieren, was für euer Publikum am besten funktioniert. Das alte Sprichwort „less is more“ ist dabei noch immer zutreffend. Deshalb empfiehlt sie, cleane, aber eindrucksvolle Bilder oder kurze und einfache Videos und Animationen zu wählen, die auf euer Zielpublikum zugeschnitten sind.

Gmeider rät außerdem, mit verschiedenen Formaten und Stilen zu experimentieren, je nachdem, für welche Funnel-Ebene ihr eure Visuals konzipiert.

In drei Schritten zu besseren Werbeanzeigen

Speaker: Lars Budde

Lars Budde legte dar, was seiner Meinung nach die wesentlichen Schritte zur Gestaltung effektiver Anzeigen und Kampagnen sind. Zuallererst solltet ihr euer Publikum verstehen und in Erfahrung bringen, was seine Interessen und Bedürfnisse sind. Zweitens wählt euren Schwerpunkt: Gestaltet eure Anzeige so, dass sie eines dieser Interessen oder Bedürfnisse erfüllt oder damit in Einklang steht. Achtet darauf, dass ihr eure Creatives an das Format und die Plattform anpasst, die ihr benutzen werdet, und dass ihr verschiedene Anzeigen und verschiedene Zielgruppen testet. Schließlich solltet ihr Feinheiten eurer Kampagne und Anzeige entsprechend eurer Testergebnisse anpassen. 

Wir wissen, das war ganz schön viel! Eine letzte Info, auf die ihr sicher schon gewartet habt, möchten wir euch dennoch nicht vorenthalten: Ja, eine verantwortungsvolle und socially distant Konferenz ist möglich! 

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